Warum ich mich nicht mehr zu 100% vegan ernähre..

Es wird sicher einigen von euch aufgefallen sein, dass ich bei meinem IG-Profil nicht mehr „vegan“ sondern „mostly plantbased“ stehen habe. Um euch zu erklären, was passiert ist und warum ich diese Entscheidung getroffen habe, muss ich euch meine Vegan-Story dazu erzählen..

Am 3. Februar 2013 habe ich kurz vor meiner Diplomprüfung das Buch von Attila Hildmann „Vegan for fit“ gekauft und beschlossen die 30-Tage-Vegan-Challenge auszuprobieren. In der Challenge ernährt man sich 30 Tage rein vegan, verzichtet zusätzlich sogar auf Zucker und Fertigprodukte und soll regelmäßig Sport treiben. Die Challenge hat mir richtig gut getan. Ich hatte trotz Lernstress immer einen Energieschub, sodass ich zwischen den Lernphasen richtig Lust darauf hatte, mich zu bewegen. Noch dazu hatte ich andauernd gute Laune und Glücksgefühle. All diese positiven Eigenschaften plus ein Gewichtsverlust von über 5kg (nach nicht mal 30 Tagen) motivierten mich, weiter zu machen.

Ich beschloss also nach der Challenge mich weiter vegan zu ernähren. Ich kaufte mir noch mehr Kochbücher über vegane Ernährung und war überrascht, dass es fast in jeden Supermarkt schon vegane Ersatzprodukte gab. Als ich nach meinem Diplom und Abschluss in meine erste eigene Wohnung zog und den ersten Job hatte, merkte ich schnell dass eine vegane Ernährung im Schichtdienst als Krankenschwester nicht gerade einfach umzusetzen war. Zuhause fiel es mir leicht, mich vegan zu ernähren doch das Vorkochen für die Arbeit war nicht immer einfach nach 12h Dienst. So geschah es, dass ich anfing nachlässig zu werden und mich auf der Arbeit auch mit vegetarischen Essen zufrieden gab. Ich fing an wieder Milchprodukte zu konsumieren, obwohl ich Lactose nicht gut vertrage. Ich hatte immer diesen Konflikt in mir weil ich wusste, dass eine vegane Ernährung gut für meine Gesundheit war, doch meine Wille war nicht mehr stark genug um es konsequent durch zuziehen.

Diese innerlichen Konflikte und mein Verhalten führten dazu, dass ich mich nun immer schlecht fühlte, wenn ich mal eine Ausnahme machte und etwas vegetarisches aß. Ich entwickelte ein gestörtes Essverhalten und hatte immer wieder unkontrollierte Fressanfälle, verglich mich ständig mit anderen und fühlte mich nicht gut genug. So ging mein Gewicht immer wieder auf und ab und nach über 5 Jahren „vegan & etwas vegetarisch“ zog ich die Reissleihne.

Eines Abends kam ich mit dem Thema intuitives Essen in Verbindung. Ich meldete mich bei Intueat* für ein kostenloses online Schnupperseminar an. In den Seminar lernte ich wie man durch auditives Training und intuitives Essen sein Wohlfühlgewicht erreichen kann. Ich war natürlich neugierig und meldete mich in Mareike Awe’s Online Program „Intueat“ an. Es war so einfach wie noch nie, einfach das zu essen worauf man Lust hat, ohne sich etwas zu verbieten. Durch das zusätzliche Mentaltraining stärkte ich auch mein Selbstbewusstsein und lernte auf meine natürlichen Hunger- & Sättigungssignale zu hören.

Nun bin ich über 1 Jahr im Intueat-Club und ich habe jetzt ein völlig befreites Essverhalten. Ich muss mir nun nichts mehr verbieten. Wenn ich Lust auf Nutella habe, gönne ich es mir. Und ich mach mir keine Gedanken mehr nur weil es nicht vegan ist. Ich verbiete mir nichts mehr, deshalb werde ich mir auch in Zukunft ab und zu Pizza mit Käse oder Geburtstagskuchen auf einer Feier gönnen. Ich bin jetzt zwar nicht mehr zu 100% vegan aber werde mich trotzdem weiterhin zu 98% pflanzenbasiert ernähren weil es nicht nur das beste für meine Gesundheit ist, sondern weil es mir einfach gut tut.

Früher habe ich sehr viel Zeit damit verschwendet mich nicht gut genug zu fühlen. Heute feier ich alle meine Ecken und Kanten und lenke meine Energie auf die Dinge, die ich noch erreichen möchte.

Seit ich Mentaltraining mache, habe ich mein Selbstbewusstsein um 100% gepusht und gelernt, das es noch mehr gibt im Leben als Oberflächlichkeiten. Und da ich mich durch mentales Training zu 100% weiterentwickelt habe, werde ich im März das Diplom zur Gesundheits- und Mentaltrainerin starten. Ich kann euch gar nicht sagen wie sehr ich  mich auf diese Ausbildung freue!

*das Intueat Programm ist selbst bezahlt!

Werbung | Falls ihr am Intueat Programm interessiert seit, schreibt mir einfach. Für diejenigen, die sich auch anmelden möchten, habe ich nämlich ein super Angebot:

https://www.intueat.de/dein-special-reiseticket

Alles Liebe,

-eure  lena

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3 Antworten auf „Warum ich mich nicht mehr zu 100% vegan ernähre..

  1. Als alter Mann habe ich schon erhebliche Schwierigkeiten den Verhaltensweisen der jungen Leute von heute zu folgen, dennoch muss ich die Frage stellen, warum man schon bei so einfachen Tätigkeiten wie die Nahrungsaufnahme sich nicht mehr auf den normalen Menschenverstand verlassen kann, sondern sich unter Verwendung exotisch klingender Begriffe, von einem „Rattenfänger“ zu anderen hangelt.

    Nichts scheint mehr ohne kostenpflichtige Anleitung zu gehen, warum soll ich dreimal 99 Euro bezahlen, für die Erkenntnis ein Stück Schokolade essen zu können, weil ich ein Verlangen danach verspüre, oder einfach Lust dazu habe?

    Wenn Du dich aber in deiner Rolle wohlfühlst, möchte ich Dir Deinen Spaß natürlich nicht im Geringsten verderben, bleibe aber trotzdem voller Fragen nach dem warum zurück!

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    1. Vielen dank für dein Kommentar! Gerne will ich versuchen, es dir aus meiner Sicht zu erklären.

      Wie du vielleicht gelesen hast, ist bei mir durch jahrelanges Verbieten ein gestörtes Essverhalten oder Essstörung entstanden. Gerne hätte ich dieses Verhalten durch meinen normalen Menschenverstand abgelegt, doch leider kann sich ein Mensch nicht immer selbst helfen durch Vernunft usw.
      Wenn das so einfach wäre, könnte alle Alkoholiker durch ihren normal Menschenverstand zu trinken aufhören oder starke Kettenraucher zu rauchen oder magersüchtige Menschen wieder normal essen..

      Irgendwann kommt ein Punkt im Leben wo man sich durch „normales Denken“ nicht mehr helfen kann, weil es zur Sucht oder eben ein gestörtes Essverhalten wird. Man benötigt Hilfe von Außenstehenden, Ärzten oder Selbsthilfegruppen.

      Mir hat eben dieses Programm geholfen, das natürlich nicht kostenlos ist. Dieses Programm wurde von einer Ärztin gegründet, die sich auf diesen Bereich spezialisiert hat.

      Ich hoffe ich konnte dir zu verstehen geben, das nicht alles im Leben durch normales Denken gelöst werden kann.

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  2. Hi,
    also, ich finde es sehr gut, dass du so offen mit dem Thema umgehst. Und ich finde man muss da auch nicht allzu streng mit sich sein.
    Mir selbst ging es letztes Jahr fast genauso. In meiner Jugend litt ich knapp 10 Jahre an Anorexie. Und selbst nach Jahren der Genesung ist man vor etwaigen Rückfällen nicht gefeilt. So erging es mir letztes Jahr so, dass sich die Anorexie wieder in mein Leben schleichen wollte. Und so sehr mich die vegane Lebensweise auch bereichert hat, so merkte ich, dass mir der Gewissenskonflikt und auch der Gedanke was andere darüber denken könnten, wenn ich etwas Vegetarisches esse, nicht gut tat.
    So war es für mich wichtiger mich in erster Linie um meine Gesundheit zu kümmern. Schwierig ist es natürlich, wenn man öffentlich für eine vegane Ernährungsweise einsteht und andere Menschen durch positives Vorleben inspirieren möchte.
    Heute lebe ich weiterhin hauptsächlich vegan, esse ab und an aber auch mal vegetarisch. Hier und da mal Milchprodukte. Und damit kann ich gut leben :).

    Dir weiterhin alles Gute ;).

    LG

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